Expertentipps, Nachgefragt

Natur pur?!

Warum uns unsere Haut BioKosmetik dankt, erklärt Jure Lesnik

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Ich bin Jure Lesnik und mit ERUi biete ich 100% biologische Kosmetikprodukte mit garantiert plastikfreier Verpackung an. Wir produzieren in Wien, wo die Produkte in kleinen Serien handgefertigt werden. Jedes Einzelstück wird von Hand gemischt, zubereitet, gegossen, geschnitten und verpackt.
Nach meinem Studium der Umweltwissenschaften habe ich Erfahrungen in verschiedenen chemischen Bereichen – Labor, Anlagenbau und Produktion – gesammelt. Mit ERUI kann ich meine Leidenschaft für Ökologie und Kosmetik nachgehen und meinen Kunden eine hochwertige und umweltschonende BIO-Kosmetik anbieten. Warum das wichtig ist, erfährst du im folgenden Beitrag.

Wir ernähren uns biologisch, wir fahren Fahrrad statt Auto wir greifen zum Stoffsackerl statt zum Plastik. Wie aber sieht das bei uns im Badezimmer aus? 

„Die Morgenroutine einer durchschnittlichen Frau bringt sie jeden Tag schon vor dem Frühstück mit Hunderten von Chemikalien in Kontakt,“ erklärt Aubrey Hampton, die Gründerin von Aubrey Organics. Und ich behaupte, das betrifft auch jeden Mann: Duschgel, Haarshampoo, Zahnpaste, Rasiergel, Haargel,… – alles kleine Helfer für den schicken Start in den Tag. 

Ein bisschen Creme dort, ein bisschen Deo da – wo liegt das Problem?

Kosmetika sind komplexe Produkte mit vielen verschiedenen Inhaltsstoffen. Sämtliche dieser Inhaltsstoffe werden von unserer Haut, dem größten menschlichen Organ mit einer Fläche von anderthalb bis zwei Quadratmeter, absorbiert und gelangen so in unseren sensiblen Organismus.

Abgesehen von den gewünschten Pflegeergebnissen sind aber die Auswirkungen auf unsere Gesundheit oft unbekannt: So wird laut Studien eine von dreizehn Frauen jeden Tag durch ihre Körperpflegeprodukte mit Inhaltstoffen, die wahrscheinlich oder sogar klinisch bestätigt krebserregend oder reproduktionstoxisch sind, in Berührung gebracht. Eine Studie der Environmental Working Group behauptet: „Nur 11% aller Inhaltsstoffe in Schönheitsprodukten werden auf Sicherheit getestet“.
Der Griff zum „richtigen“ Produkt ist dabei gar nicht so einfach, wie die Vielzahl an Begrifflichkeiten zeigt. 

Die Qual der Wahl

Wenn wir von Kosmetik sprechen, tauchen Begriffe wie Naturkosmetik, Vegane Kosmetik und vieles mehr immer wieder auf. Hier der Versuch einer Klassifizierung:

Konventionelle Kosmetik

Grundsätzlich darf in Pflege- und Kosmetikprodukte ohne spezielle Gütesiegel alles hinein, was gesetzlich zugelassen ist. Leider betrifft dies auch hormonell wirksame, irritierende, allergieauslösende und sogar manchmal potentiell krebserregenden Stoffe. Nicht alles, was chemisch hergestellt wird, ist schlecht. Einige der Substanzen sind aber gefährlich oder ihre Auswirkungen zu wenig bekannt.

In einer Studie des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), wurden mehr als 60.000 Pflege- und Kosmetikprodukte auf hormonell wirksame Stoffe getestet. Bei 30% aller untersuchten Produkte wurde eine schädliche Substanz gefunden, bei jedem fünften Produkt sogar mehrere.

Hormonell wirksame Stoffe stehen in Zusammenhang mit Gesundheitsrisiken, wie einer verminderten Spermienqualität, Hoden- und Brustkrebs sowie verfrühter Pubertät.

Cocktaileffekte wie wir sie zum Beispiel bei Medikamentencocktails fürchten, finden in der Risikobewertung der EU wenig Beachtung. Ihr Gesundheitsrisiko ist daher kaum abzuschätzen.


Vegane Kosmetik

Vegane Kosmetik bedeutet nicht automatisch, dass die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind. Vegane Kosmetik kann sehr viele synthetische Bestandteile enthalten, die ebenfalls in der konventionellen Kosmetik zu finden sind. Vegane Kosmetik enthält lediglich keine Inhaltsstoffe tierischer Herkunft, wie z.B. auch Bienenwachs, was als Naturprodukt gerne in Kosmetik verwendet wird.

Naturkosmetik

Nicht überall wo Naturkosmetik draufsteht, ist auch Naturkosmetik drin. Der Begriff ist nämlich nicht geschützt. Hier hilft zur Orientierung eine international anerkannte Qualitäts-Kennzeichnung, wie zum Beispiel von den Organisationen BDIH, Demeter, Ecocert und NaTrue.

Biokosmetik

Bei Biokosmetik stammen die Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau. Allerdings ist der vorgeschriebene Anteil dieser biologischen Rohstoffe sehr stark von der jeweiligen Bio-Zertifizierungsstelle abhängig. So liegt etwa bei ECOCERT Bio-Kosmetik der Anteil an Rohstoffen pflanzlichen Ursprungs bei 95%, der geforderte Bio-Anteil jedoch nur bei 10%.

Bei Biosiegeln wie der Austria Bio Garantie liegt der geforderte Bio-Anteil mit 95% sehr hoch. Aus diesem Grund habe wir uns bei ERUi Organic sustainable cosmetics für das BIO Zertifikat der Austria Bio Garantie entschieden, weil unsere Produkte von Haus aus zu 100% natürlich (mindestens 99% Bio Qualität) sind, und dieses Gütesiegel unserem eigenen Anspruch am ehesten gerecht wird.

Meine Erkenntnis 

Der Griff zur Biokosmetik ist also aus Sicht unserer Haut unumgänglich. Schließlich wollen wir uns ja pflegen und Gutes tun. Und das kann nur passieren, wenn es ohne Verpackungsmüll, Tierleid oder schädlicher Substanzen passiert.

Mit ERUi Cosmetics bieten wir unseren Freunden und kritischen KonsumentInnen eine Kosmetikalternative. Und zwar mit den Standards, die wir uns als kritische Kunden selbst gesetzt haben!
Wir stehen für

  • 100% aktive Wirkstoffe (jeder Inhaltsstoff in unseren Produkten hat auch eine direkte positive Wirkung auf die Haut, die Kosmetik enthält kein „Füllmaterial“)
  • keine Synthetik
  • keine unnötigen Inhaltsstoffe und vor allem
  • kein Plastik in und um unsere Produkte, um unsere Haut so minimal und gleichzeitig maximal zu unterstützen wie sie das eben benötigt – damit sie selbst wieder ihre Wunder tun kann.

Denn unsere Haut genauso wie unser Körper ist wahrlich ein Wunder, das wir mit unseren Produkten beschützen und behüten möchten.

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